{"id":49,"date":"2019-04-11T22:48:00","date_gmt":"2019-04-11T22:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lifeofanjamo.com\/?p=49"},"modified":"2023-03-26T00:46:51","modified_gmt":"2023-03-26T00:46:51","slug":"sturm-vulkane-katzenklo-ostern-auf-sizilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lifeofanjamo.com\/?p=49","title":{"rendered":"Sturm. Vulkane. Katzenklo. Ostern auf Sizilien"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns has-contrast-color has-text-color is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Endlich wieder Sizilien. Nachdem, die beste Freundin von allen dort ein Haus erworben hat, m\u00fcssen wir selbstverst\u00e4ndlich hin und schonmal f\u00fcr\u2019s Alter Probewohnen. (\u201eIn sizilianischen Altenheimen ist das Essen sooo gut! Und es kostet fast nichts! Aber wir nehmen uns einfach eine K\u00f6chin, das kommt dann noch billiger!\u201c)<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Kaiserwetter fliegen wir in M\u00fcnchen los und freuen uns schon, bald unsere K\u00e4sebeine in die Sizilianische Sonne halten zu k\u00f6nnen (\u201eViiiiel n\u00e4her an Afrika, da br\u00e4unt man schneller als Paris Hiltons Spraytan zum Trocknen braucht \u201c)<\/p>\n\n\n\n<p>Ah! Endlich gelandet! Der Mann blickt aufs Rollfeld und runzelt die Stirn: \u201eSicher, dass wir nach Sizilien geflogen sind und nicht nach Finnland?\u201c Der Blick nach drau0en verr\u00e4t: Der Kofferauto-Fahrer tr\u00e4gt M\u00fctze und 2 Daunenjacken \u00fcbereinander und sieht aus wie auf dem Weg zur Antarktisexpedition.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Michelinm\u00e4nnchen beginnt, einen Container aus dem Flugzeug zu entladen und nachdem dieser mit einem gro\u00dfen Rumms zwischen Auto und Rollband landet, zwei weitere Kollegen fuchtelnd herumdiskutieren und ihrerseits wie wild mit ihren Autochens hin und her rangieren, ohne dass sich die Lage ansatzweise verbessert, antwortest du: \u201eSicher.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dein eigener Mann kurze Zeit sp\u00e4ter in der Ostersonntags-Urknallsuppe weiterer Reisender Richtung Mietwagenverleihdesk schwimmt, wartest du einfach drau\u00dfen in der Sonne.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn sie denn da w\u00e4re. Es ist windig. Und kalt. Fast wie zuhause, wenn es dort nicht gerade doppelt so warm w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beste Freundin ruft an und sagt, dass sie sich schon so richtig auf dich freut, es leider gerade einen klitzekleinen, aber umfassenden Stromausfall g\u00e4be, da der Nonno gerade aus Versehen eine Stromleitung angebohrt h\u00e4tte, w\u00e4hrend das Oster-Schwein im Ofen sei, was jetzt zu gr\u00f6\u00dferen Differenzen von Bausubstanz, Nonno und Ehemann gef\u00fchrt h\u00e4tten, das aber alles kein Problem sei, schlie\u00dflich habe man noch Grillkohle und Kerzen im Haus.<\/p>\n\n\n\n<p>Du versicherst ihr, dir keinerlei Gedanken diesbez\u00fcglich zu machen, da du schon einmal einen gr\u00f6\u00dferen Stromausfall in Sizilien unter weit versch\u00e4rfteren Umst\u00e4nden \u00fcberstanden hast, und machst dich auf den Weg zum Mietwagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem etwas l\u00e4ngeren Fu\u00dfmarsch \u00fcber den Parkplatz der Verleihstationen, der bez\u00fcglich seiner Beschilderung locker mit einem mehrseitigen KVR-Formular mithalten kann, hast du auch schon euer Auto gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKreisch!!!! Da isser!!!! Ein Fiat 500! Mein Traumautoooo!\u201c<br>\u201eJa, sch\u00f6n gell!\u201c, sagt der Mann beim Aufsperren,<br>\u201eWie schade, dass wir keinen Zusatzfahrer gebucht haben&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und schon bist du als Beifahrer auf dem Weg einmal quer durch Sizilien. Drau\u00dfen sieht es aus wie bei der Kerry Gold Werbung: Saftige gr\u00fcne Wiesen, baumlose H\u00fcgel und K\u00fche. Braune K\u00fche, wei\u00dfe K\u00fche, gefleckte K\u00fche.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Horizont sieht man die Berge und der besonders gut sehende Mann noch etwas anderes:&nbsp;\u201eDas ist doch Schnee da! Ich flieg doch nicht nach Sizilien, damit ich hier Schnee hab!\u201c<br>\u201eNein, nein!\u201c, wiegelt die Frau ab. \u201eDas ist doch kein Schnee. Ein h\u00fcbscher Streifen Marmor! Wie in Carrara! Oder die Abdeckung eines Spargelfeldes<br>\u201eBist du sicher, dass wir wirklich in Sizilien sind?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 2,5 Stunden und sehr, sehr vielen Br\u00fccken sind wir und unsere \u00fcberlebenden Bandscheiben endlich da. Auch der Strom ist zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Abendessen erfahren wir, dass sich Nachbar Umberto gestern einen Dieselgenerator gekauft hat \u2013 zur Sicherheit. Wegen des heute Nacht erwarteten Sciroccos, der nie dagewesene Ausma\u00dfe annehmen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas ist krass! Er wohnt schon 20 Jahre hier und bisher hat er das noch nicht f\u00fcr n\u00f6tig befunden. Aber klar, jetzt bist ja DU hier, ehehehe \u2026\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7655-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-54 size-full\" srcset=\"https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7655-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7655-225x300.jpg 225w, https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7655-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7655-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7655-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Mitten in der Nacht wachst du auf. Es ist verdammt laut. Deine Wetterapp zeigt 27 Grad um 3 Uhr nachts, aber Fenster aufmachen und l\u00fcften ist gerade nicht und w\u00fcrde auch nichts bringen au\u00dfer noch mehr gelbem Sand in noch mehr Ritzen, in die er nicht hingeh\u00f6rt. Du denkst an die Worte deiner Freundin (\u201eKeine Angst, das Haus ist 500 Jahre alt!\u201c) und hoffst, dass diese Aussage noch bis morgen Bestand hat. (\u201eDas Haus war 500 Jahre alt. Naja. Wirklich ganz bl\u00f6des Timing!\u201c)<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen steht noch alles, es ist sogar ein klitzekleines bisschen weniger windig (die Zypresse biegt sich nur noch im 30 Grand Winkel) und wir fahren in die Stadt. Wir besichtigen den Stadtstrand und weiter geht\u2019s etwas derangiert in Richtung Kathedrale. Sehr sch\u00f6n! Auch diese ist sehr alt und du hoffst, sie bleibt es weiterhin noch. Da wir mittlerweile aussehen wie die 4 Hauptdarsteller bei Cast Away featuring Chewbacca, beschlie\u00dfen wir, wieder nach Hause zu fahren, nat\u00fcrlich nicht ohne vorher noch ein paar frische Sardinen zu besorgen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Fischh\u00e4ndler ist sehr nett und freut sich, dass es Menschen gibt, die an einem Tag wie diesem aus dem Haus gehen und Interesse an seiner Ware haben. (\u201eEhi, wenn du\u2018s nicht mitnimmst, muss ich es, und darauf hab\u2018 ich keinen Bock!\u201c)<\/p>\n\n\n\n<p>Das Auto riecht langsam, aber sicher, wie ein Fischkutter, der sich sanft schaukelnd den Berg hinaufschraubt. Urlaubsgef\u00fchle machen sich breit. Diese Authentizit\u00e4t! Oben angekommen stellt man fest, dass die Styroporbox undicht ist und sich das Fischwasser von 3kg Sardinen auf Eis in den Kofferraum des Carsharing Palermo Autos unserer Freunde ergossen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, der restliche Tag ist zum Putzen da. Team 1 \u00fcbernimmt das Auto. Team 2 die Fische. Team 3 (Nachbarkatze) \u00fcberwacht Fortschritte von Team 1 &amp;amp; 2. Und spekuliert auf die \u00fcbrig gebliebenen Reste der Sardinen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer M\u00fcllannahmeplatz hat heute zu. Wir k\u00f6nnten die Fischk\u00f6pfe im Garten vergraben.\u201c<br>\u201eGenau. Und damit die gesamte Katzenpopulation Cefal\u00fas als Untermieter.\u201c<br>\u201eOK. Wir vergraben sie beim Nachbarn.\u201c<br>\u201eSpinnst du? Der gie\u00dft die Blumen, wenn wir nicht da sind.\u201c<br>\u201eOK. Ich koche sie und dann sehen wir weiter.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die gekochten Restfische (\u201eUm Himmels willen, was stinkt denn hier so??\u201c) werden tags drauf fachgerecht entsorgt, doch dies bleibt nicht unbemerkt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas riecht denn hier so schlimm?\u201c fragte die beste Freundin, w\u00e4hrend sie in der H\u00e4ngematte schaukelt. \u201eBoah, das riecht ja wirklich \u00fcbel!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen den Kieselsteinchen entdeckt man einen gro\u00dfen, stinkenden Katzenhaufen. So auch vor dem Grillplatz. Und im Blumenbeet.<\/p>\n\n\n\n<p>Abhilfe muss her. Google verr\u00e4t, dass neben der \u201eVerpiss dich Pflanze\u201c, die hier komplett unbekannt ist, Kaffeesatz ein tolles Mittel gegen unerw\u00fcnschte Katzenprotestschei\u00dferei sei.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir m\u00fcssten allerdings den gesamten Garten damit ausstreuen. Sie macht ja auch \u00fcberall hin&#8220;<br>\u201eSoviel Kaffee k\u00f6nnen wir nicht trinken. Wir haben sonst eine Koffeinvergiftung.\u201c<br>\u201eWieso, wir sind zu F\u00fcnft.\u201c<br>\u201ePaula ist erst 3!\u201c<br>\u201eOK. Wir k\u00f6nnten abends zur Bar am Bahnhof fahren und uns den gesamten Kaffeesatz des Tages holen.\u201c<br>\u201eMit der Schubkarre?\u201c<br>\u201eGenau. Ich frage Umberto. Der hat eine elektrische!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Umberto ist nicht da und so verstreuen wir erstmal das, was da ist und fahren zu Mittagessen in die Berge.<\/p>\n\n\n\n<p>Du bist heute Fahrer, da es ja nur gaaanz kurz ist und eh keiner au\u00dfer dir dorthin will. Hei\u00dft es.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Berge hier haben nichts mit den lustigen kleinen Zwergenh\u00fcgeln, die man in der Toskana kennt, zu tun. Das hier ist Hochgebirge und nichts f\u00fcr Anf\u00e4nger. Und so schl\u00e4ngelst du dich n\u00fcrburgringartig eine S-Kurve nach der anderen nach oben und fragst dich, ob man gleichzeitig lenken und rausspeiben kann, ohne den Beifahrer zu gef\u00e4hrden und einen Abhang herunterzudonnern. Dabei weichst du Schlagl\u00f6chern, streunenden Hunden und anderen komplett wahnsinnigen Fahrern aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Oben angekommen, hat das Ristorante leider zu. Eigentlich hat es offen, aber da gestern soviel los war, hat es heute zu. Basta. Daf\u00fcr hat der \u201eMarkt\u201c ge\u00f6ffnet. Hier gibt es eine Auswahl, nach der man anderswo vergeblich sucht: Schl\u00fcpfer in allen Gr\u00f6\u00dfen und Farben neben Netzstr\u00fcmpfen, T\u00f6pfen, Stockfisch und Bonbons, Schuhcreme von 1960, die Nero d\u2018inferno (\u201eH\u00f6llenschwarz\u201c) hei\u00dft und neben einer Packung mit einem omin\u00f6sen Inhalt aus Seehundfett (Hilfe, Peta!) liegt. Doch die gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit erregen wir selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich einer Erstbegegnung mit indigenen St\u00e4mmen im Amazonas werden wir von allen Anwesenden angestarrt. Und vom Marktstandbetreiber der gesalzenen Fische nach einer Weile mutig gefragt: \u201eWhatte yuur n\u00e4me?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antwort \u201eAnja\u201c verst\u00f6rt augenblicklich.<br>\u201eObacht! Das sind Russen!! Sono russi!!!!\u201c fl\u00fcstert der Chef den anderen zu.<br>Entsetzte Gesichter.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir setzen ein sehr russisches Gesicht auf, schlendern weiter und besichtigen, wie es sich f\u00fcr waschechte Russen geh\u00f6rt, das zentrale Denkmal des Ortes: Ein Kriegerdenkmal, mit 4 rostigen Torpedos direkt vor der Apotheke. Dann haben wir alles Wichtige gesehen. Und fahren Kurve um Kurve zur\u00fcck, um uns noch ein paar Kilo von Robertos unwiderstehlichen polpette di sardi einzuverleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen ist der n\u00e4chste Katzenhaufen da.<br>\u201eOK, wir m\u00fcssen h\u00e4rtere Gesch\u00fctze auffahren.\u201c<br>\u201eDu meinst, eine Selbstschussanlage?\u201c<br>\u201eNein. Zu gef\u00e4hrlich. Danach knallen sich die G\u00e4ste selbst ab und du kriegst eine schlechte Bewertung auf AirBNB. Ich meine Tierkommunikation!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Staunende Gesichter am Tisch. (\u201eDas ist allerdings wirklich KRASS!\u201c)<br>Und so kommunizierst du eindr\u00fccklich mit der Katze und machst ihr klar, dass ihr Stuhlgang hier im Garten unerw\u00fcnscht sei.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHat sie dich verstanden? Auf Deutsch? Kann sie Deutsch?\u201c<br>Skeptisches Gesicht von Roberto.<br>\u201eWenn sie\u2018s morgen wieder macht, m\u00fcssen wir\u2019s \u00fcbersetzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen liegt die Mutter aller Haufen genau mittig vor der Terrasse.<br>Wir schippen ihn fluchend in Nachbars Garten und fahren zum \u00c4tna.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor wir uns top vorbereitet mit langen Unterhosen bei 25 Grad auf den Weg zum Vulkan machen (\u201edie meisten Menschen sterben hier am Vulkan aufgrund falscher Ausr\u00fcstung!\u201c), verlangt es den Mann nach etwas Essbarem in einem netten kleinen St\u00e4dtchen auf dem Weg. TripAdvisor spuckt ein gut bewertetes aus und der Kartendienst den schnellsten Weg dorthin. Das der schnellste nicht immer der beste ist, merken wir recht schnell. Rechts und links brennen kleine M\u00fcllhaufen aus Plastikflaschen, in der Mitte reiht sich ein Schlagloch ans n\u00e4chste. Highway to Achsenbruch.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir parken an der Piazza vor der Kirche, in der gerade eine Hochzeit stattfindet. Die davor geparkte Limousine ist gr\u00f6\u00dfer als Angela Merkels Staatskarosse mit sehr dunklen Scheiben, was auch auf die Sonnenbrillen aller Anwesenden zutrifft.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dfer der Hochzeit ist hier nix los. Alles hat zu. Vielleicht auch deswegen, weil alles aussieht, als ob es gleich zusammenbricht. Unser Restaurant hat zu. Das zweite auch. Das dritte sowas von zu, dass sogar \u201ezu verkaufen\u201c auf der Scheibe steht. Die wenigen Menschen auf der Stra\u00dfe sehen aus wie einem Tarantino Streifen entsprungen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKennst du den Horrorfilm, wo sich das P\u00e4rchen verf\u00e4hrt und dann in diese komische Stadt kommt\u2026\u201c fragt der Mann.<br>\u201eNein. Zum Gl\u00fcck nicht\u201c sagt die Frau mit M\u00f6rderlaune.<\/p>\n\n\n\n<p>Das offensichtlich Gef\u00e4hrlichste hier ist eine hungrige und zwecks zu warmer Vulkanunterbekleidung schlecht gelaunte Touristin, die schimpfend der Empfehlung des dreiz\u00e4hnigen Spirituosenverk\u00e4ufers folgt und den einzigen ge\u00f6ffneten Imbiss betritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort sitzen bereits M\u00e4nner am Tisch, von denen einer in einem formsch\u00f6nen Jogginganzug von allen anderen gek\u00fcsst wird. \u00d6mmm&#8230; ok. Was soll man von einem Ort halten, der das Wort \u201ePate\u201c schon in seinem Namen tr\u00e4gt? An der Wand h\u00e4ngt Jesus, Padre Pio und ein getunter Fiat 500 aus den 50gern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7683-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-53\" srcset=\"https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7683-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7683-300x225.jpg 300w, https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7683-768x576.jpg 768w, https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7683-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/lifeofanjamo.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/IMG_7683-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Arancini per i tedeschi<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Egal. Her mit Arancino und Bier. Wir fallen hier auf. Zu gro\u00df. Zu blond. Zu falscher Laden. Der Koch fragt beim Bezahlen, wo wir herkommen. \u201eRussland.\u201c Danach machen wir, dass wir weg kommen, und retten uns auf die Serpentinenstra\u00dfe Richtung \u00c4tna.<\/p>\n\n\n\n<p>Endlich in Sicherheit schrauben wir uns Kurve f\u00fcr Kurve \u00fcber eine beeindruckende Lavalandschaft Richtung Rifugio di Sapienza.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAh, guck, wie er nett raucht!\u201c sagst du.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas ist ne Wolke.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNe, isses nicht. Grade war auch ein Erdbeben! Ist das nicht gro\u00dfartig?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mann steigt wieder in den sicheren Wagen und fragt sich gerade, was zum Teufel ihn dazu veranlasst hat, mit so einer Reisebegleitung ausgerechnet auf einen Vulkan zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch diesmal geht alles glatt. Keine Ausbr\u00fcche, pyroklastischen Wolken, Lavastr\u00f6me \u00fcber den kleinen Zeh.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber eine gigantische Aussicht. Und die Entscheidung, ganz bald wiederzukommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich wieder Sizilien. Nachdem, die beste Freundin von allen dort ein Haus erworben hat, m\u00fcssen wir selbstverst\u00e4ndlich hin und schonmal f\u00fcr\u2019s Alter Probewohnen. (\u201eIn sizilianischen Altenheimen ist das Essen sooo gut! Und es kostet fast nichts! 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